To-dos einsprechen statt Zettel schreiben
Urlaubsplanung Team bis Monatsende abschließen, Angebot für neue Telefonanlage einholen, Fortbildung für zwei MFA anmelden.
Das Telefon steht nicht still, das Team ist knapp besetzt, und zwischen zwei Patienten soll noch schnell etwas abgestimmt werden. WhatsApp wirkt da wie die einfachste Lösung. Für Patienteninhalte ist es das nicht – dieser Ratgeber zeigt, wo die Grenze liegt.
Medizinische Fachangestellte sind schwer zu finden, die Arbeit wird nicht weniger. Für Absprachen bleibt kaum Zeit.
Termine, Rezepte, Rückfragen: Die Leitung ist ständig belegt, und wer am Empfang steht, jongliert Telefon und Patienten gleichzeitig.
Fällt jemand aus, müssen die anderen auffangen. Dienstplan, Vertretung und Urlaub werden zum Dauerthema.
Zwischen zwei Patienten soll noch schnell etwas geklärt werden – und landet dann im privaten Messenger, weil es eben schnell geht.
Für die Kommunikation mit oder über Patienten: Davon raten die Datenschutzaufsichtsbehörden dringend ab, und Gerichte haben in Fällen von Datenschutzverstößen bereits Schadensersatz zugesprochen. Für die interne Organisation ohne jeden Patientenbezug sieht es anders aus – aber auch dort braucht es klare Regeln.
Die ärztliche Schweigepflicht ist strafrechtlich abgesichert (§ 203 StGB) und gilt auch für das Praxisteam. Sie schützt nicht nur Diagnosen und Befunde, sondern schon die Tatsache, dass jemand Patient eurer Praxis ist. Ein „Herr K. hat angerufen, ruft zurück“ im Messenger ist deshalb bereits heikel. Für WhatsApp heißt das: keine Patienteninhalte, auch keine Namen.
Zusätzlich gehören Gesundheitsdaten zu den besonders geschützten Datenkategorien nach Art. 9 DSGVO. Ein Verbraucher-Messenger, der Adressbücher abgleicht, auf privaten Handys läuft und Chats in Cloud-Backups sichern kann, bietet für solche Daten nicht die Kontrolle, die eine Praxis braucht – unabhängig von der Verschlüsselung der Nachrichten.
Für die Abstimmung im Praxisteam nutzen viele Praxen eigene Team-Messenger, die auf Praxisgeräten laufen und vom Betrieb verwaltet werden. Wer für reine Organisation – Dienstplan, Lieferungen, Wartungstermine – trotzdem WhatsApp nutzt, sollte die Regel ohne Ausnahme durchhalten: kein Patientenbezug, keine Namen, keine Fotos aus dem Behandlungsraum.
Diese kurze Regel könnt ihr in die Beschreibung eurer Team-Gruppe setzen oder ausgedruckt in den Pausenraum hängen:
In diesem Chat geht es nur um Praxisorganisation: Dienstplan, Vertretungen, Lieferungen, Wartung, Teamtermine. Niemals hier: – Namen von Patienten – Befunde, Diagnosen, Medikation – Fotos aus der Praxis mit Patienten oder Unterlagen Alles mit Patientenbezug läuft über [PVS / TI-Messenger / Telefon]. Fragen an: [Name]
Über Summarize.One laufen keine Patientendaten – auch nicht in Sprachnachrichten. Sinnvoll ist der Bot für die interne Organisation ohne Patientenbezug und für die eigenen Sprachnotizen der Praxisinhaberin oder Praxismanagerin.
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Kann Donnerstagnachmittag nicht, tauscht mit Kollegin auf Freitagvormittag. Empfang ist damit an beiden Tagen besetzt.
Wartung Sterilisator nicht Montag, sondern Mittwoch ab 7:30 Uhr. Gerät ca. zwei Stunden außer Betrieb, Zugang über Hintereingang.
Ein Tipp genügt – der Chat öffnet sich mit fertiger Nachricht.
Oder direkt im Chat ein Memo einsprechen.
In Sekunden – kurz, mittel oder als Stichpunkte.
Sprachnachrichten und Zusammenfassungen speichern wir nie – sie werden nur verarbeitet und direkt danach gelöscht. Inhalte werten wir nicht aus. Die Kommunikation ist verschlüsselt, und was für den Service nötig ist, wird auf Servern in der EU gespeichert.
Summarize.One speichert nichts – ob WhatsApp für eure Inhalte der richtige Kanal ist, entscheidet trotzdem euer Unternehmen. Was dabei zu beachten ist, steht in unserem Leitfaden.
Leitfaden: WhatsApp & DSGVO →Davon raten Datenschutzbehörden ab. Schon die Terminbestätigung verrät, dass jemand Patient eurer Praxis ist, und fällt damit unter die Schweigepflicht. Nutzt dafür lieber Online-Terminbuchung, SMS-Erinnerungen aus dem PVS oder andere dafür vorgesehene Lösungen.
Die Verschlüsselung schützt den Nachrichteninhalt auf dem Übertragungsweg. Probleme wie Kontaktabgleich, Metadaten, private Geräte und Cloud-Backups löst sie nicht. Für Patientenkommunikation reicht das nicht.
Beide gehören zur Telematikinfrastruktur. KIM ist ein sicherer E-Mail-Dienst, etwa für Arztbriefe. Der TI-Messenger ist für den schnellen Chat-Austausch im Gesundheitswesen gedacht und wird schrittweise eingeführt.
Nein. Auch wenn Summarize.One Sprachnachrichten nicht speichert: Patientendaten haben in WhatsApp und in Zusatzdiensten dazu nichts verloren. Nutzt den Bot nur für Praxisorganisation ohne Patientenbezug und eure eigenen Notizen.
Möglich ist es, aber ihr habt dann wenig Kontrolle. Wenn ihr es zulasst, gilt erst recht: kein Patientenbezug im Chat. Besser sind Praxisgeräte oder ein vom Betrieb verwalteter Team-Messenger.
Business kostet 24,99 € pro Person und Monat oder 249 € im Jahr, inklusive Mehrwertsteuer – mit unbegrenzten Antworten, Rechnung und AV-Vertrag. Zum Testen bekommt jede Person 5 Credits gratis.
Nein. Sprachnachrichten und Zusammenfassungen werden nur verarbeitet und direkt danach gelöscht. Inhalte werten wir nicht aus. Was für den Service nötig ist, liegt auf Servern in der EU.
Ja. Mit dem Business-Tarif schließen wir einen AVV nach Art. 28 DSGVO ab. Schreib uns dafür an [email protected].
Noch nicht direkt – daran arbeiten wir. Sprachnachrichten aus Gruppen kannst du aber jederzeit einzeln an den Bot weiterleiten.
Jede Person schreibt „Hallo“ an den Bot und kann sofort loslegen. Für Business mit Rechnung schreibst du uns, wie viele Personen ihr seid – den Rest klären wir per Mail.
5 Credits gratis, ohne Abo und ohne Konto. Für Business mit Rechnung und AVV schreib uns. [email protected]